Die Analyse der aktuellen Lage
Trotz einer leichten Abschwächung der Kerninflation bleiben die Kapitalkosten auf einem 10-Jahres-Hoch. Besonders investitionsintensive Branchen wie der Maschinenbau oder die Bauwirtschaft spüren den Druck auf die Margen. Österreichs Exportorientierung kompensiert derzeit zwar Teile der schwachen Binnennachfrage, doch die globale Konjunkturdynamik bremst.
Unsere internen Daten von firstdata zeigen einen Rückgang bei den Neukredit-Anfragen um 14% im Vergleich zum Vorjahr, was auf eine abwartende Haltung bei großflächigen Expansionen hindeutet.
💡 Handlungsempfehlungen
- Fokus auf Working Capital Management zur Entlastung der Kreditlinien.
- Prüfung von staatlichen Förderungen (AWS/ÖHT) zur Zinsstützung.
- Diversifikation der Finanzierungsquellen (Leasing, Factoring).
- Absicherung langfristiger Rohstoffpreise bei der aktuellen Marktschwäche.
Ausblick & Prognose
Wir erwarten eine erste Zinskorrektur nach unten nicht vor Q3 2024. Unternehmen sollten diesen Zeitraum nutzen, um ihre Effizienzprogramme abzuschließen und digitale Transformationsprojekte voranzutreiben, die kurzfristige ROI-Zyklen versprechen.
